HVV

…die Ankündigung des HVV, die Tarife nächstes Jahr höchstens an die Inflation anzupassen, hat bei unseren Leserinnen und Lesern ein wenig in offenen Wunden gewühlt. »Gestern meinte ein sichtlich genervter Fahrgast, dass der HVV Geld zurückzahlen müsste«, schrieb uns Waltraud G. Sie brauchte von der Hoheluftbrücke bis Nettelnburg knapp zwei Stunden statt 30 Minuten. Schuld war allerdings nicht die lädierte Brücke am Eppendorfer Baum, sondern wieder einmal die S-Bahn. Sobald morgens die Lautsprecher zu knistern begännen, freue sie sich schon auf die Reaktionen ihrer Mitfahrenden. »Das geht von schallendem Gelächter über hochgezogene Augenbrauen mit Augenrollen bis wütend mit dem Fuß aufstampfen.« Elke H. musste am Samstag und am Dienstag an der Station Kornweg ebenfalls lange auf ihre S-Bahn warten. Am Info-Telefon erhielt sie dann die Auskunft, es hätten sich zu viele Lokführer krankgemeldet. »Soll das jetzt so weitergehen?«, fragt Frau H. »Zahle ich das teuerste Aboticket Deutschlands und kann froh sein, wenn ich überhaupt befördert werde?« Waltraud G. hat beschlossen, sich jetzt doch ein Auto zu kaufen. Und wir sind neugierig, ob Verkehrssenator Michael Westhagemann nicht wieder einmal ein Machtwort sprechen möchte.