Hamburgs Wirtschaft stellt sich gegen autofreie Innenstadt

Sieben Hamburger Wirtschaftsverbände – darunter das Citymanagement, der Hotel- und Gaststätten-Verband und der Tourismusverband – haben sich unter der Leitung der Handelskammer zu einem »Bündnis für die Innenstadt« zusammengeschlossen und positionieren sich gegen eine autofreie Innenstadt. Stattdessen verlangen die Wirtschaftsvertreter von der Hamburger Politik mehr Investitionen in die City – darunter eine Anbindung an die U5, eine bessere Baustellenkoordinierung, mehr Polizeipräsenz sowie attraktivere Plätze und Wege sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger. Bei der gestrigen Vorstellung der Forderungen zeigte sich das Bündnis offen für eine Umleitung des Busverkehrs in die Steinstraße und plädierte dafür, den ruhenden Verkehr zu verringern, etwa durch den Bau neuer Tiefgaragen; jedoch müsse die Innenstadt für Autos erreichbar bleiben. Insgesamt würden die geforderten Maßnahmen schätzungsweise 80 bis 100 Millionen Euro kosten. »Die Hamburger City muss mehr bieten als bisher«, sagte Handelskammer Vize-Präses André Mücke. Andernfalls gerate der dort ansässige Einzelhandel unter Druck, vor allem durch das geplante Einkaufszentrum im Überseequartier in der HafenCity. Das Shoppingcenter soll 2022 eröffnet werden und wird die Hamburger Einzelhandelsflächen auf einen Schlag um rund ein Fünftel erhöhen. Inwiefern das Projekt tatsächlich die Innenstadt bedroht, hat unsere Wirtschaftsredakteurin Hanna Grabbe für die gedruckte Ausgabe der ZEIT:Hamburg recherchiert, ihren Text können Sie als Digitalabonnent hier kostenfrei lesen.