Berlins Straßenkämpfe finden heute nicht mehr zwischen der Polizei und den Autonomen statt, sondern zwischen der Verkehrssenatorin und den Bezirken – Schauplatz gestern: die Karl-Marx-Allee. Kurz vor Fertigstellung der mehrjährigen Umbauarbeiten fällt Regine Günther (Grüne) ein, dass sie dort doch lieber eine Wiese statt Parkplätzen auf dem Mittelstreifen haben will – Mitte-Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) ist empört: „Der Jahre dauernde Partizipationsprozess wird damit auf den Kopf gestellt.“ Günther will die Anwohner „in Kürze“ darüber informieren, dass sie nichts zu sagen haben. Es kommentiert der Namenspatron der Magistrale: „Wenn der Zweck die Mittel heiligt, dann ist der Zweck unheilig.“ Amen.

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