200 Autos am Flughafen beschädigt…

Lieber Herr Jenett,

eigentlich wollte ich Sie heute mit einem anderen Thema begrüßen. Doch dann kam diese Meldung dazwischen: »200 Autos rund um den Hamburger Flughafen beschädigt«. In der Nacht zu Montag hat sich jemand allen Ernstes die Mühe gemacht, bei 200 größtenteils in einem Gewerbegebiet in Groß Borstel geparkten Autos entweder den Lack zu zerkratzen, die Luft aus den Reifen zu lassen oder diese gleich ganz zu zerstechen. Betroffen waren vor allem Wagen mit auswärtigen und ausländischen Kennzeichen, weswegen das Ganze laut Polizei eine Art Racheaktion gewesen sein könnte: Rache an Urlaubern, die ihre Autos wochenlang stehen ließen und den Büromenschen die Parkplätze wegnahmen. Das Problem ist bekannt, Anwohner des Flughafens beschwerten sich schon sehr oft über zugeparkte Stellflächen, vor wenigen Wochen erst wurden fünf neue Anwohnerparkzonen eingerichtet. Ohne nachhaltigen Erfolg, wie sich nun zeigt, die Urlauber parken einfach ein paar Meter weiter. Was sie antreibt, ist vermutlich eine so bestechende wie bedenkliche Logik: Wenn ich für den Flug in den Urlaub nur 50 Euro zahle – warum dann gut 100 Euro pro Woche fürs Parkhaus ausgeben? 

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