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12.07.19

HAMBURG

Autos raus aus Ottensen: Das große Verkehrsexperiment

Matthias Popien

Geparkte Autos an der Bahrenfelder Straße: Ab September kein gewohntes Bild mehr.

Foto: Roland Magunia/Hamburger Abendblatt / Hamburger Abendblatt

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Ab September gilt in mehreren Straßen Durchfahrtsverbot für Autos. 163 Parkplätze fallen weg. Bilanz in sechs Monaten geplant.

Hamburg.  In rund sechs Wochen soll es losgehen. Ottensen startet ein Verkehrsexperiment, das es in dieser Form in Hamburg noch nicht gegeben hat. Einige Straßen westlich der Fußgängerzone am Altonaer Bahnhof sollen für sechs Monate autofreiwerden. Niemand darf dort parken, fast niemand darf dort mehr durchfahren. „Die Straße tut so, als sei sie eine Art Fußgängerzone“: Mit diesem knappen Satz beschreibt Altonas Bauamtsleiter Johannes Gerdelmann das Experiment. Einen wichtigen Unterschied gibt es allerdings: Hier wird – anders als in den Innenstädten der Metropolen – die Fußgängerzone nicht geschaffen, weil das Einkaufen schöner werden soll. Sie wird geschaffen, weil das Leben schöner werden soll.

Ob es gelingt? Das wird vermutlich die entscheidende Frage sein, die am Ende des Verkehrsexperiments zu beantworten ist. Geht es ohne Auto? Ist es ohne Auto sogar besser als mit? Sollte also das Experiment zur Dauereinrichtung werden? Oder muss alles wieder zurückgedreht, weil wir doch nicht ohne Auto leben können? Im kleinen Ottensen geht es in den sechs Monaten von Anfang September bis Ende Februar tatsächlich um die großen Verkehrsfragen dieser Zeit.

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Viele Details gilt es noch zu klären, bis das Autofrei-Experiment starten kann

Bis zum Start ist allerdings noch eine ganze Menge zu erledigen. Die Verwaltung hat nicht viel Zeit gehabt, um den Beschluss der Bezirksversammlung umzusetzen. Der stammt von Ende März, trägt die Überschrift „Mobilität weiter denken“ und dachte nicht nur weiter, sondern machte weiter. So wurde aus dem anfänglich von Bürgern aus dem Stadtteil geplanten Vier-Wochen-Experiment eine deutlich folgenreichere Halbjahres-Angelegenheit. Seitdem wird auf Hochtouren geplant. Einige Details stehen bereits fest, andere müssen noch geregelt werden.

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